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Montag, 28. Mai 2012

Dies ist das wahre Glück - und kein Kettenbrief!


Abends habe ich immer die besten Ideen. Zumindest glaube ich das bis zum heutigen Tag.
Ich erkläre mich mal.

Gestern hatte ich die grandios-glorreiche Idee, meine verbundene Leserschaft zu bitten, in meinem Namen einen Kettenbrief zu verschicken. Naja, was heißt „Kettenbrief“ – freundlicher formuliert würde das Ganze vielleicht als „Glücksverheißung“ besser klingen. Kettenbriefe Glücksverheißungen funktionieren ja im Allgemeinen im Netz ganz gut – zumindest kriege ich ab und an eine (ich lösche sie zwar, ohne sie zu lesen, aber ich bin überzeugt, es GIBT Leser, sonst gäbe es die Glücksverheißungen nicht --> Logik!). 
Naja, auf alle Fälle gibt es sie, diese "Himmelsbriefe" - und auch die Schweinebraten-Kettenbriefe.... unser kleines Netz-Universum ist einfach ein großes Kuriosum und die Menschen,die sich hier tummeln, sind es ebenso....

Und wenn schon kein Glück, so sind doch wenigstens Spaß, Freude (neudeutsch „Fun“) und Coolness Faktoren, die davon überzeugen können, sich an der Aktion zu beteiligen. (Ich fürchte, meine Leser sind zu intelligent, aber das macht nichts – springt einfach über Euren Schatten!) – ich muss also dafür sorgen, dass „man“ das Millionenprojekt cool findet. Oder an mich glaubt.
Also: entweder ich gründe eine Religion, die Euristen. Angebetet wird die Million, ich bin ihre Priesterin und man glaubt an mich. 

Oder ich verfasse eine Glücksverheißung.
Vielleicht eine Mischung – Pathos und Coolness…..

Das könnte dann folgendermaßen aussehen (ich brauche gerade lange für die Anrede….soll ja nicht aufgesetzt klingen – ich lasse sie also lieber weg….):


Normal sein ist out – tu etwas Verrücktes. Trenne Dich einfach von einem Euro und vermehre das Glück auf dieser Welt, von einen Euro, den Du ohnehin woanders ausgegeben hättest und schenke ihn mir.
Zum Dank schließe ich Dich in mein eigentlich unbezahlbares Abendgebet ein und bedenke dich mit einem Gruß auf meiner Webseite http://millionenprojekt.blogspot.com.

Bald schon wird dort die Fangemeinde des Millionenprojektes sich tummeln und austauschen  – und DU bist als erster mit dabei, DEIN Name wird ganz oben auf der Liste stehen.
Du glaubst nicht an das große Glück?
Dabei ist es ganz einfach:
Auch Du kannst mich glücklich machen.
Schenke mir einen Euro.

Inhaber A. Ott, Ktonr. 227098100, BLZ: 10077777 bei der norisbank

P.S. Schenke mir einen Euro, dann mehrst Du das Glück auf dieser Welt.
P.P.S: Sende diesen Brief an 11 Freunde per Email und überzeuge sie davon, dass es wirklich lustig ist, mir einen Euro zu schenken.
P²S²: Wenn Du mehr oder weniger Freunde als elf auf Facebook hast (also weniger < 11 < mehr), dann poste den Brief an Deiner Pinnwand auf Facebook. Schicke den Brief nicht per Post, überweise mir lieber das Porto auch noch :-)
P³S²: Vom Konto kann übrigens nicht abgebucht werden – das hat schon einmal jemand versucht, auf ihn wartet jetzt neben der mentalen mittelalterlichen Folter durch Pranger und Hexenfluch auch die deutsche Justiz (hoffe ich!)



Morgen widme ich mich dem intensiveren Gedanken der Religionsgründung. Heute gehe ich erst mal in den Zoo….und ihr... wisst ja, wie das mit dem "Copy and Paste" geht......

Sonntag, 29. April 2012

Kommt Zeit.....

Das beste Verkaufsargument (und wenn man das Millionenprojekt als
ernsthaftes business zu betrachten beginnt, bin auf solche angewiesen),
so sagte mir einst ein mit mir befreundeter Unternehmensberater, sei die „Geld-zurück-Garantie“ (GZG) – „Ne, ehrlich, das funktioniert! Zum Beispiel bei den Trinkjoghurts, die das Geld bei Nichtgelingen (wovon?!) zurück versprechen! Der Trick ist, dass es keiner macht, weil die Leute sich genötigt fühlen, es nicht zu machen, denn schließlich haben sie, wenn sie sich dran erinnern, ja was für das Geld gehabt. Damit kommt dem Moralempfinden der Menschen das Annehmen der GZG einer Art Betrug gleich, und zweitens sind sie zu faul."

SUPERTIPP (*ironie*).…..wenn es um das Millionenprojekt geht. Offenbar sind die Leute ja schon mal an sich „zu faul“ den einen Euro locker zu machen – DARAN scheitert das ganze Ding und nötigt mich in den passiven Einkommenserwerb.
Anders gedacht: wenn sie mir einen Euro überweisen und dann alle gleichzeitig drauf kämen, ihn zurück zu wollen, dann wäre die Sache geplatzt – dann wäre meine Million ja beliebig eliminierbar, nach Gutdünken wäre ich heute Millionärin - und morgen arm wie eine Kirchenmaus – nein, SO geht es nicht.

Ich muss mir was einfallen lassen.
Da kommt mir die Wirtschaftsrubrik vom 26.4.2012 einer großen deutschen Wochenzeitung doch gerade gelegen – denn in dem Teil geht es ebenfalls um „Verkaufsstrategien“.
Ich schau mir mal die erste an: „Nehmen Sie nur!“, steht da – guter Tipp, er scheitert daran, dass ich nichts zu geben habe, was andere nehmen könnten, um sich dann für das genommene zu revanchieren. Das gleiche Problem wie beim Supertipp….
Oder habe ich etwa doch was?
Hm… ich habe Grüße, gute Wünsche (eine Menge positiver Energien also... damit werden Leute bei Astro-TV reich und mächtig) und ein paar Links zu vergeben. Also doch Affiliate? Das ist ein Nehmen und Geben.
Andererseits -
An manchen Tagen habe ich Humor, an anderen Sorgen, an den nächsten heiße Luft und oftmals gar nichts zu geben.
Ein Grund mehr, MIR was zu geben – aber halt, das war die falsche Strategie.

Also offeriere ich doch mal, was ich in materia habe:

Ich biete Backlinks an. Ich biete Superhammermegastorys an, die mit Links gespickt sind und mit Fotos garniert werden – und ich biete meinen immerwährenden Dank. Du musst mir nur einen Euro geben – es tun auch 99 Cent, wenn Dir das lieber ist (soll auch psychologisch sinnvoll wirken, den betrag unter psychologisch wahrnehmbare Schwellen zu setzen) – NEHMEN SIE NUR, sie kriegen einen Link auch quasi umsonst, das macht mir gar nichts! (das meine ich ausnahmsweise ehrlich!) – Gratis links recht geradeaus – hier, von mir für Euch.


Wenn DU (direkte, personalisierende Adressatenasnprache - ich sollte aufhören, mir dazwischen zu quatschen...) jetzt gerade gesagt hast: Hey, warum denn nicht – die ist mir ja schon seit Monaten sympathisch und verdient hat sie es auch…. Dann lass den Worten Taten folgen. Denn das ist der zweite Tipp in der Zeitung: bring deine Kunden dazu, sich ihren Äußerungen entsprechend zu verhalten.

@ Zeitredaktion: ich habe in diesem Artikel dreimal auf Sie verlinkt! (Aber mangels möglichen Interesses bin ich jetzt genötigt, noch einen Link auf eine Kreditkarte für Studenten hier reinzupfriemeln, vielleicht bringt das den ersten Umsatz!)



Montag, 16. April 2012

Pulvinula

Just fun - danke, Chris!

1 - Go to wikipedia and hit random. The first random wikipedia article you get is the name of your band.
2 - Go to quotationspage.com and hit random. The last four or five words of the very last quote of the page is the title of your first album.
3 - Go to flickr and click on “explore the last seven days”. Third picture no matter what it is, will be your album cover.
4 - Use photoshop or similar (picnik.com is a free online photo editor) to put it all together.
 
IS THIS THE VIRTUAL METAPHOR FOR MY-MILLION-EURO-PROJECT?

Mittwoch, 31. August 2011

Oh, Du fröhliche....



31.8.2011 – da war doch was….Nahendes Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg? Neues Semester planen? Obsternte?

Achja, Weihnachten naht! Das wars…..
Überall stehen schon Lebkuchen in den Supermarktregalen – ohne zu übertreiben, seht Euch um! – und mahnen uns, die Zeit der Besinnlichkeit rechtzeitig zu planen, auf dass die Feiertage schön und friedlich werden. Vor lauter Vorfreude – vier Monate lang…..- werde ich ganz über-besinnlich.
Davor kommt noch das re-impotierte Halloween, Erntedank, Allerheiligen, Allerseelen, der ganz weltliche „Tag der Deutschen Einheit“, die Zeit des Drachensteigen-Lassens, des Mais-Sammelns (wenn man das zu Ende der Erntesaison bei abgeerntetem Feld macht, kann man prima Mastfutter für Kaninchen sammeln – ganz umsonst und ohne dabei jemandem etwas zu klauen!), Bäumeschneidens - aber das spielt alles keine Rolle. Altweibersommer? Romantischer Blödsinn! Herbst? Pilzesammeln? Völliger Quatsch, wenn man die Dominosteine in sich reinstopfen kann.

Aber eigentlich wollte ich gar nicht gegen die sich anbahnende Weihnachtszeit lästern, sondern einen ECHTEN Tipp damit verbinden.
Heute hatte ein großer Supermarkt, der behauptet, wer einmal hin sei, habe dann wieder alle, die er vorher nicht mehr hatte, eine riesige Rabattschlacht für „Mitarbeiter“ gestartet. Interessant, wer so alles zum Mitarbeiter wird – auch ich war heute kurz Mitarbeiterin und durfte die Rabatte zwischen 10 % und 40 % abgreifen.
Zunächst dachte ich, dass das ja nichts ist, was man als „Spartippp“ hier veröffentlichen darf, schließlich kann nicht jeder einfach so Mitarbeiter bei „wirklich!“ werden, auch wenn die Mitarbeiterrabattscheine in den Dörfern der Umgebung kursieren – ABER.

Bei meiner „Alles-in-den-Wagen-Werfen-Tour“ heute habe ich Weihnachtsgeschenke gekauft. Und genau das ist wirklich ein Tipp, den ich so gerne weitergeben möchte: Wer JETZT seine Weihnachtsgeschenke kauft, kann tatsächlich sparen (sofern er/ sie sich nicht Anfang Dezember wieder anstecken lässt vom Kaufrausch – aber wenn man sich verdeutlicht, dass die Schokofabriken da schon wieder die Hasen gießen, geht’s glaube ich).
Im Moment wird gerade bei den „Großen“ viel aus dem Spielwaren-.Sommersortiment abgestoßen, was gar nicht unbedingt etwas mit Sommer zu tun hat und Preissenkungen sind überall zu finden.

In diesem Sinne: fröhliche Weihnachten!

Dienstag, 23. August 2011

Business unusual - für Geschäftsleute!


Uiuiuiuiuiui, die Welt ist wirklich ein Paradies an Möglichkeiten des Gelderwerbs, vorausgesetzt, man erfüllt gewisse Grundvoraussetzungen. Eine davon ist, echt gut auszusehen, dann bietet sich einem nämlich die durchaus lukrativ wirkende Möglichkeit, Dienstleister(in) bei einer Business- und Eventbegleit-Vermittlung zu werden. Ich kam mal wieder durch einen zu schreibenden Text auf diese Art des Gelderwerbs (habe soeben ein Männerprofil verfasst, bei dem man den Traummann quasi vor dem inneren Auge erscheinen sieht) – und muss dazu sagen, dass sich dieses Angebot deutlich von einem schnöden Escort-Service mit verhandelbarem Sex unterscheidet. Hier geht es um Eloquenz, Bildung UND gutes Aussehen. Sex wird von vornherein ausgeschlossen.
Das Ganze für schlappe 700 Euro am Tag! 
Eloquenz kann ich zuweilen bieten, ein Mindestmaß an Bildung auch und gutes Aussehen wird völlig überbewertet. LEIDER kann ich persönlich diese Jobs nicht annehmen, weil ich zeitlich nicht flexibel genug bin (denn in meinem Mainbusiness geht es bedauerlicherweise um zeitliche Verfügungsbereitschaft, idealerweise kein gutes Aussehen, gut, Bildung und Eloquenz sind da (theoretisch!) auch gefragt). 
Jedenfalls wäre das vielleicht was für einen meiner 25 Leser/innen, die mit Sicherheit alle sehr gut aussehen, ungebunden sind und an den Wochenenden allein. NEIN, so war das nicht gemeint, ich meinte „zeitlich flexibel“!

Ich stelle mir allerdings gerade folgende Frage…..(sie steht am Ende des nun geschilderten Szenarios)
: Angenommen, ich buche jetzt als Mann eine Frau, die mich zu irgendwelchen Zwecken (auf der HP der Agentur wird „zu Alibizwecken“! genannt!!!) geschäftlicher Art begleitet, weil es einfach schicker ist, wenn ich mich mit meinen Geschäftspartnern treffe. Optimal, dass die Frau, die ich als meine Freundin vorstelle, aktuell das Kinoprogramm auswendig kennt, alle Theatervorstellungen der Stadt besucht hat (war der Eintritt unter „berufliche Fortbildung“ jeweils von der Steuer absetzbar?) und sehr belesen ist. Sie kennt „Tiefe Wunden“, „Wer Wind sät“ und „Mordsfreunde“ von Nele Neuhaus (sehr gute Bücher! Macht Spaß, sie zu lesen, so wie fast alle Krimis von Neuhaus), „Irre!– Wir behandeln die Falschen“ von Manfred Lütz (ebenfalls ein sehr empfehlenswertes Sachbuch mit abgründig-humoristischen Einlagen!) und hat sich von Markus Verbeet und Manfred Doerry fragen lassen :“Wie gut ist Ihre Allgemeinbildung?“ – kurz, sie hat die aktuelle Bestsellerliste  studiert und kann auftrumpfen, sodass garantiert bei keinem Geschäftsessen Langeweile aufkommt, weil, für den Fall, dass ihr doch einmal das Wissen ausgeht, ihr tiefer Ausschnitt für Ablenkung sorgt. 
Also angenommen, ich hätte mir eine solche Frau gebucht, die wirklich überzeugend meine Freundin ist. WIE würde ich dann reagieren, wenn sie mir von einem anderen Geschäftspartner drei Wochen später als SEINE Freundin vorgestellt wird? 
Das zeigt doch wieder: alles Lug und Betrug…. Und daneben stehe ICH (also ICH jetzt wieder - kein Mann). 
Ich stehe für Wert wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Aussagekraft und überhaupt. ……..

Ach, Leute – Manager und innen, Businessmenschen und Alibisucher – wie wäre es, wenn ihr Euch einfach auf ein Treffen der geschäftlichen Art einen Kumpel mitnehmt oder Euch einen vorzeigbaren Partner sucht, im zweifelsfall könnt Ihr auch mit mir ne Runde chatten – und mir lieber einen Euro gebt? Dann hätte Ihr doch glatte 699 € gespart. Und nicht gelogen!
Nee?
Nagut, dann lest wenigstens eins der oben genannten (wirklich erhellenden!) Bücher und unterhaltet Euch selbst mit Euren Geschäftspartnern. Ist gar nicht so schwer ;-)

Freitag, 19. August 2011

Lesen bildet


Der Trend geht zum Zweitbuch, Bildung wird wieder groß geschrieben (wurde es als Substantiv eigentlich schon immer….) und Lesen bildet – diese Phrasen beinhalten in Zusammenhang mit meinem Blog Folgendes: Lesen kostet Geld, Lernen kostet Geld, man sollte es aber trotzdem tun, auch wenn man dabei unglücklich ist, wenn man Geld ausgeben muss.
Es sei denn, man spart ganz gerne und sucht sich Bücher, die nichts kosten. Gut, da gibt es wenigstens einen Best-Giveaway der Weltliteratur, den jeder für umme haben kann, nämlich das sogenannte Buch der Bücher. Nicht das Telefonbuch, die Bibel…. (wahlweise: - ergänze diesen Satz um „,Du Flachpfeife!“, fühle Dich beschimpft und gedemütigt und honoriere mich dafür; oder – „,aber woher solltest du das denn auch wissen? Kein Problem, für solche Fälle gibt es ja mein Blog, ich informiere Dich gerne über aktuelle Trends!“)
Ja, aber was ich eigentlich berichten wollte, war, abgesehen davon, dass ich mich heute auf einer Fahrt über Land an die Nachkriegszeit erinnert gefühlt habe weil ich zwei osteuropäisch anmutende Männer auf einem leeren Kartoffelacker bei der Nachlese beobachten durfte, war….äh – Satzanfang suchen –
SPAREN wir nicht bei der Bildung, bilden wir uns beim Sparen.
Wie das geht? Ganz einfach. Je nach Lesekonsum lohnt sich nämlich schlicht und einfach eine Büchereikarte. Ja, so einfach kann Sparen sein. Gut, das ahntet Ihr lieben Leser (ich habe das Gefühl, zu einer Art Gemeinde zu sprechen….) wohl bereits. Und fragt Euch zurecht, warum ich dann hier so popelig rumschnorre, wo ich doch sicher meine erste Million längst im Sack habe. Naja, ich war und bin halt nicht ganz konsequent beim sparen und erliege leider des Öfteren den sirenengleichen Rufen meines Buchhändlers, wenn ich auf der Straße am Laden vorbeizugleiten versuche.
Ich wollte Euch auch eigentlich was ganz anderes sagen.
Also ich bin jemand, der Bücher einfach gerne besitzt – sie aber danach auch gerne weitergibt. Oder als Analyse meiner Psyche formuliert: Ich fühle mich nicht gerne verpflichtet und empfinde gerne das Gefühl der Freigiebigkeit – am besten, ohne draufzuzahlen. Für Menschen wie mich wurde das BOOKCROSSING erfunden, sage ich Euch. Man verpasst einem Buch eine Art Reisepass und setzt es dann irgendwo aus. Den Ort, an dem man das Buch seinem Schicksal überlassen hat, gibt man dann noch im Internet auf der Website bekannt – und wartet ab, wohin es das Lesewerk verschlägt. Spannung, Spaß und Abenteuer, ganz ohne überflüssige Schokolade und voller Aufregung.
Für die weniger Wagemutigen gibt es selbstverständlich Alternativen, denn nicht jeder erträgt den Gedanken, das Buch könnte einem Regenguss oder Hagelsturm ausgesetzt sein, nur weil es niemand haben will. Deswegen gibt es an manchen Orten, so gesehen im schönen Überlingen, ein Regal: überdacht, geschützt, gepflegt (manchmal fühlen sich davon auch betrunkene Clochards angezogen und lassen sich davor nieder, so heimelig wirkt es!) vom Verein Lesezeichen e.V., in dem jeder Mann, jede Frau und jedes Kind seine Bücher abstellen darf. Einfach so, ohne Miete!
Und jeder andere Mann, jede andere Frau und jedes andere Kind kann sich so viele Exemplare mitnehmen, wie sie wollen. Leider gilt das auch für Leute, die sich die Körbe voll laden und dann zum Antiquar bringen, aber vielleicht ist das auch nur der Neid ob der Geschäftstüchtigkeit anderer, der da aus mir spricht….
Hachja, sollte kurz werden heute, weil ich ja eigentlich gar kein Netz habe, selbst wenn meine Familie das zu beheben versucht.
Tagestipp: nicht zu viele Bücher lesen, lieber mein Blog. Liegen keine Penner vor rum, man muss nicht raus in den Regen, kostet nix und FALLS sich heute noch jemand freigiebig fühlen mag….. meine Kontodaten sind ja bekannt *flöt*.

Mittwoch, 17. August 2011

Mein gutes Gewissen kann auch das Deine sein!


An manchen Tagen ist es wie verhext: man hat sich ein Thema überlegt, schwupp ist ein anderes da. Heute zum Beispiel wollte ich darüber schreiben, wie ich neun Kuchenstücke für 6,80 € gekauft habe. Das war ganz leicht, denn sie waren vom Vortag und trotzdem noch sehr gut. Den mit Sahne gefüllten Windbeuteln habe ich dann aber doch nicht getraut…. Sparen hin oder her, ich habe schließlich auch Verantwortung meinen Gästen gegenüber. Nun belasse ich es aber bei diesem Einstiegsabsatz, der ein post hätte werden sollen, indem ich den Tagestipp zum „Beim Essen sparen“ zusammenfasse:

-         wenn der Mann nicht einkaufen gehen kann und man notgedrungen selbst los muss, achte man NICHT auf Sonderangebote, sondern auf Artikel, deren MHD kurz vor dem Ablaufen ist (fairnesshalber muss man an dieser Stelle hinzufügen, dass es im Vergleich mit No-name-Produkten aber möglicherweise auch hier günstigere Varianten als das preisreduzierte Markenprodukt gibt).
      Der gute Günther Jauch, RTL hab ihn selig, hat seinerzeit eine Sendung hierzu mit hochinteressanten Ergebnissen produziert, deren Resultat wirklich beim Sparen helfen kann – und zugleich vor Magenbeschwerden durch die Wahl des falschen Lebensmittels mit abgelaufenem MHD schützt.


Aber ja, ich wollte eigentlich, angesichts der Vorbereitung meiner nahen Zukunft, heute auf Dr. Dr. Rainer Erlinger zu sprechen kommen, seines Zeichens Jurist, Arzt und Moralfachmann der Süddeutschen Zeitung, respektive einer Kolumne in deren Magazin.
Ich mache es kurz (ich versuchs): Erlinger beantwortet im Magazin die sogenannte „Gewissensfrage“ – eine lebensproblematische Alltagssituation, die ihm Leser aufgrund zwickender Gewissensbisse schicken können, um sich Antwort erhoffen zu dürfen (MEINE hat er NICHT beantwortet!).
Jedenfalls fragte mal jemand den Herrn Erlinger, ob man denn, wenn man einem Obdachlosen Geld gibt, das Recht hat, dem Obdachlosen das Kleingeld aus der Geldbörse mit gutem Gewissen zu geben, auch wenn man es ohnehin eigentlich nur loswerden wollte, auch, wenn man weiß, dass der Obdachlose damit Dinge kaufen wird, die ihm nicht gut tun und man letztlich, so gesehen, als einziger einen echten Vorteil davon hätte. (Also wer will: ich freue mich über Eure eigene Einschätzung der Lage! Mit welcher moralphilosophischen begründung kann man hier argumentieren?)

Darf man sich GUT fühlen, wenn man Geld verschenkt, das man nicht haben will?

Diese Frage jedenfalls hatte ich im Hinterkopf, als ich mich dem Millionenprojekt das erste Mal gedanklich etwas ausführlicher widmete – weil ich mir dachte: „Wenn ich den Leuten keine Versprechungen mache, was ich mit dem Geld machen will, dann brauchen sie auch gar nicht drüber nachdenken, OB ich es wirklich mache! Und sie können sich einfach nur SO gut fühlen. Dürfte ICH mich dann gut fühlen, wenn mir jemand Geld schenkt, weil ich ja dann dafür sorge, dass sich jemand anders gut fühlt?“ – ich hoffe, Ihr versteht den Gedankengang; aber klar, Ihr seid ja nicht blöd, liebe Leser!
Also…. Ich würde mich dann gerne mal gut fühlen – und IhrEuch doch sicher auch, oder? Ihr wisst ja, jetzt, wie es geht ;-)
Und Vorschläge, was ich mit der Million machen könnte, nehme ich gerne auch noch an. Versteht sich doch von selbst!

P.S. mir ist im Laufe der Zeit aufgefallen, dass Erlinger, so belesen er ist, häufig ähnliche moralphilosophische Ansätze variiert und sich zuweilen argumentatorisch sogar von seinem BAUCHGEFÜHL leiten lässt. Das ist aus ethisch-moralischer Sicht durchaus zweifelhaft und muss deswegen mit folgender Warnung weitergegeben werden: SELBST DENKEN hilft auch weiter. Erlinger ist zwar gut, aber das eigene Leben muss man trotzdem selbst leben!

Montag, 15. August 2011

Entwicklungsstufen: MUDDI fragen!

REFLEXION
Bald muss ich meinen Einstiegssatz ändern: „Es geht schlicht um eine Million – oder um weniger“. Denn realistisch betrachtet kann ich es gar nicht mehr schaffen, innerhalb der nächsten knapp zehn Monate noch läppische 999969,5 € beizuschaffen. Es sei denn, ich weite den Zeitraum aus. Oder ich setze eben das Ziel runter. Auf 30,50 € oder so. Oder aber, ich ändere etwas dahingehend, dass ich mir Allerweltsrubriken ausdenke, die möglicherweise für irgendjemanden interessant sind, damit ich mehr überzeugte Blogleser gewinne. Andererseits wäre das Betrug an den paar Lesern (bei trigami wurde ich abgelehnt, weil ich NOCH zu wenig Leser habe – das ist praktiziertes positives Denken, es so zu formulieren), die sich ja schon freiwillig von einem ihrer Euros (@Ramona!) getrennt haben.

 SELBSTMITLEID
Das mit dem Guinnessbuch der Rekorde kann ich ja wohl ohnehin knicken. Andererseits sollte es hier auch um Spartipps und Geldkriegemöglichkeiten gehen, wobei ich mir klar eingestehen muss, dass all das auszuprobieren, was ich mir hierzu allein bisher überlegt habe, schlicht nicht geht. Das klappt vielleicht, wenn man noch keine Familie hat und ein ungebundenes Vagabundenleben führt – da wird man leicht Millionär, jaja…. Aber ich?!
Ich kann nicht einfach mal ne Woche lang jeden Tag in die Großstadt gehen und da alle Pfandbehältnisse sammeln, um einen Wochendurchschnitt an weggeworfenem Pfanddosen und -flaschen rauszufinden. Ich kann mich auch nicht wie geplant mit der Goodbye-Kitty-Büchse vors Stadion stellen oder in Containern nach Müll (also Essensabfall) tauchen, weil das nun mal die Zeiten am Tage sind, zu denen ich meine Kinder ins Bett bringen muss (und Dr. House - ein Link pro Post muss sein ;-) - gucken und das Blog schreiben und bei textbroker schreiben und überhaupt) – also ist meine erste Erkenntnis, dass ich maximal nach wie vor zum Bundschuhe nähen oder Leute psychisch drangsalieren komme. Dr. House ist da ja vielleicht gar kein so schlechter Anfang – ich verbuche das jetzt mal als Fortbildungsmaßnahme, falls ich mich je entschließen sollte, Gelddomina zu werden. Trauriges Dasein.
 AUSWEG UND EXKURS
Also habe ich mir Gedanken dazu gemacht, wie ich die Themen „Essen“ und „Reisen“ mit Geld in Verbindung bringen kann.
Und eigentlich ist das gar nicht sooooo schwer. Ist ja schon mal geglückt mit dem Brotbacken und dem Containern. Also werde ich mir mal überlegen, wie ich SONST noch mit Essen Geld spare – oder erwerbe.
Ein Ding ist natürlich das maßvolle Einkaufen. Ich neig(t)e dazu, gerne mal mehr in den Einkaufswagen zu legen, als ich wirklich brauch(t)e – nicht zuletzt liegt(e*g*) das daran, dass ich gerne mit EC-Karte zahl(t)e. Da habe ich mir nämlich dereinst angewöhnt, bloß nicht zu viel Bargeld mit mir rumzutragen, weil ich dann nicht versucht sein würde, es auszugeben. Ehrlichkeitshalber muss ich zugeben, dass diese Strategie schon einige Jahr(zehnt)e her ist, denn meine „Kleinbeträge“ waren meist auf Zigaretten bezogen, denen ich schon lange abgeschworen habe. Nunja, jedenfalls wollte ich mich selbst mit der Karte, zu einer Zeit, als Automaten noch mit Geld funktionierten, in meinem Qualmkonsum einschränken, indem ich hoffte, ich würde es mir zweimal überlegen, eine neue Packung im Laden zu kaufen, wenn ich dazu noch alle möglichen anderen sache zusätzlich erwerben muss, um den Schwellenbetrag von zehn Euro pro Einkauf mit Karte zu erreichen. Hat nicht geklappt, zwei Sixpacks waren meist in der Abendplanung zu den Zigaretten schnell dazu organisiert – und die Folgen sind zudem fatal, denn nach wie vor zahle ich eben gerne mit Karte. Nur, dass sich bis heute geändert hat, dass man überall den Minimalbetrag von 10 Euro erreichen muss – es geht in jedem besseren Supermarkt mit jedem Betrag –, ich aber IMMER NOCH denke, ich müsste für zehn Euro einkaufen, um mit der Karte zu zahlen, weil ich ja gewohnheitsmäßig mal wieder kein Bargeld dabei habe, denn das habe ich mir ja schließlich abgewöhnt. Dann liegt eben nicht ein Netz Zwiebeln im Einkaufswagen, sondern dazu noch ein Päckchen (Analog-)Käse, die supersondermega Aktion mit dem leckeren Joghurt aus Benzolringen und Zucker (dreimal), das dritte Paket Trockenmango (für schlechte Zeiten!!!) und dann vielleicht gerade noch ein Kilo Karotten (um zuhause festzustellen, dass der Kühlschrank mit drei Kilo Karotten maßlos überfüllt ist und meine Kaninchen mal wieder ein Fest feiern dürfen…).
Mitgerechnet?
Ja, das waren jetzt gerade mal 9,49 (es waren Biokarotten), die ich zum Fenster rausgeschmissen HÄTTE.

WEIL: Dank des Millionenprojektes habe ich entdeckt, dass Sparen lustig sein kann. Und deswegen kaufe ich jetzt weniger gerne ein und schicke meinen Mann. Der kauft (mit etwas Glück) das, was wir brauchen. Manchmal auch weniger – und DAS spart Geld, sage ich euch.

TAGESTIPP


Tagestipp:
-         Mann einkaufen schicken!

 
Für Singles:
-         Nicht mit EC-Karte zahlen (es sei denn, Eure Psyche ist nicht ganz so träge wie meine) und den Schmerz ertragen, wenn man das Geld aus der Hand geben muss.
-         EINKAUFSZETTEL MACHEN und (das ist jetzt der eigentliche Tipp zum Geldsparen)    NUR DINGE KAUFEN, DIE EURE GROSSMUTTER AUCH ALS ESSEN ERKANNT HÄTTE.
      (den ersten Teil sagt auch Mutti!
-     Den Trick mit der "Bückware" kennt ja nun schon fast jeder - auch die Marktleiter, die ihre Kunden lenken. Also: Preisvergleich des 100 Gramm-/ Kilopreises!

 KONKLUSION


*seufz*

Völlig vom Thema abgekommen, aber das ist halt so bei mir. Ich lege jetzt mal die Rubrik „Essen und Sparen“ an.
Guten Appetit noch!

Samstag, 13. August 2011

Nichts bleibt, wie es war, oder: Neurosen!


 Wie einfach schien das Schnorren einst, als man noch auf die gute alte D-Mark zurückgreifen konnte und einem die Frage so glatt von den Lippen ging: „Haste ma’ ne Ma®k?“ – nicht zuletzt die Alliteration „ma’ – Ma“ verlieh dem Ganzen einen flüssigen, fast schon einladenden, weichen Klang. In der begleitenden Assonanz steckt die Geborgenheit der „Mama“ gleich noch drin. Die persönliche Ansprache des Adressaten auf der vertrauten Ebene, das im „Haste“ versteckte „Du“, sorgte gleichzeitig für die Übernahme sozialer Verantwortung gegenüber dem Fragenden - das rutschte, da klimperte das Geld im Säckel, so mancher Schnorrer wurde, darf man den Erfolgsgeschichten glauben, richtig wohlhabend.

Bildquelle: http://www.aktion-bargeld.de/dmark/
Heute hingegen – alles wird schlechter! – „Haste ma’ n’ Euro?“… klingt nach „neuro*“. Assoziativ wird da in der Psyche des Angesprochenen viel berührt, das den durchaus gegenteiligen Effekt des Hergebens zur Folge haben kann: der „N’euro-Tisch“,  ein unbeliebtes Möbelstück, das Baden im „N’euro-Se€“, die „N’euro-Dermitis“ klingt tatsächlich nach Krankheit und als neuzeitliche „N’euro-Login“beim N'euro-Log-in im Blog hat mans einfach nicht mehr leicht! Niemand gibt gerne etwas, wenn im Unterbewusstsein die Saiten berührt werden, die an die  Gebrechlichkeit der Welt erinnern.
Müssen also Märker her. Gut, wenn das in der Euro-Zone so weitergeht, wie bisher, stehen meine Chancen ja gar nicht SO schlecht, dass die Währungsunion beweist, dass Solidarität endlich ist und Versprechen gegenseitiger Unterstützung nicht für immer gelten. Abwarten? Nachdenken? D-Mark auftreiben?

Bis vor Kurzem HATTE ich ja sogar auch noch ein paar Mark im allgemeinen Familienbesitz, Opas Münzsammlung, um genau zu sein, die wir bei der Filiale der Bundesbank in ihrem Sammlerwert schätzen lassen wollten. Leider beschäftigt sich die Bundesbank nur mit harten Fakten und nicht mit Liebhaberei, weswegen sie die falsche Anlaufstelle zu sein schien. Bei der Nachfrage, wie es um die Schätzfähigkeiten der Damen und Herren bestellt sei, wandte sich eine hutzelige Oma vom Nebenschalter an uns und bot die Dienste ihres Mannes, dem Vorsitzenden des örtlichen Münz-Sammelvereins an…..prinzipiell übrigens sind die Münzevereine eine gute Anlaufstelle, um die eigenen Münzen reell schätzen zu lassen, vor allem im Vergleich zu Münzhändlern.

Letztlich bin ich der Meinung, dass der Münz-Opi, der so freundlich wirkte, ein SEHR gutes Geschäft gemacht hat, als er uns einen von ihm anvisierten Euro-Betrag im Tausch gegen die Sammlungsmark in die Hand drückte. Aber da es nicht meine ureigene Münzsammlung war, habe ich mich hinsichtlich weiterer Beratertätigkeiten zurück gehalten und dem Sammlungsbesitzer die Entscheidung überlassen. Der wiederum freute sich über das verspätetet Erbe seines Opas und beschloss, dass es ihm völlig egal ist, wenn er weniger bekommen hätte als eigentlich wert – dafür hätte er mit den Münzen keinen Stress mehr und wir nun mehr Platz im Schrank. Hmh…. Ja, aber wie gesagt, es war nicht mein Eigentum, insofern….

… mir fehlen jetzt ein paar Mark. Haste mal ne Mark? Ich nehm’ sie gerne. Auch Fremdwährung ist kein Problem, gerne auch per Post.
Briefkastenfirmenadresse kommt dann auf Nachfrage ;-)

Dienstag, 9. August 2011

Vom Sex des Geldes – Gib mir deine Kohle, Versager!

ACHTUNG, HEUTE FSK 18! Nur für moralisch stabile Personen geeignet!

Man wird hellhörig, wenn man sich einem bestimmten Thema verschrieben hat. Geld klingt dabei auch noch gut, vor allem, wenn es auf den Boden fällt. Als ich heute in der Stadt war und einem Mann ein Geldstück auf den Boden fiel, hatte ich schon wieder ein  Onkel-Dagobert-Reinkarnationserlebnis. So schnell, wie ich meinen Kopf über die rechte Schulter gedreht habe, war es ein Wunder, dass ich mir keine Wirbel ausgerenkt habe.
Bislang war eine solche Alltagssituation in meinem Sprachgebrauch GELDFETISCHISMUS – seit gestern aber hat der Begriff für mich eine neue Dimension. Eine Dimension, die meine Gedanken nicht mehr loslässt, weil sie die Frage aufwirft, ob sie moralisch vertretbar oder eben genau das nicht mehr ist.
Es geht um Gelderwerb durch die Ausbeutung von Geld-Sklaven. Was für sich für das unbedarfte Auge erst mal humorig anliest und nach dem alltäglichen Politgeschehen in Deutschland klingt, vielleicht auch ein bisschen an die eigene Lebenssituation erinnert und sich sogar witzig aufbereiten ließe, hat einen verdammt realistischen Hintergrund, wie ich seit gestern weiß.
Einen RICHTIG BÖSEN Hintergrund. Aber „böse“ heißt ja nun nicht „unmoralisch“ an sich – es wird zu erörtern sein, ob freiwilliger Lustgewinn „unmoralisch“ ist. Und welche Dienstleistung wann unter welchen Bedingungen unmoralisch ist. Aber nicht jetzt. Weswegen ich es für absolut erwähnens- und überlegenswert halte, über das Phänomen „Geldfetisch“ nachzudenken. Auch und gerade hier.

Es geht um sogenannte Geld-Dominas, die ihre „Dienste“ im Internet anbieten. Man google den Begriff, um sich einen Begriff von dieser Art der Paraphilie zu machen. Die Domina zieht sich ihre Opfer über ihre Webseiten. Wie eine Spinne, die die Insekten – welch passende Metapher – anlockt, um sie unter Knirschen zu vernichten. Das ist das „Spiel“. Was das mit sexueller Erregung zu tun hat, erschließt sich mir nicht – aber Gottes Tierreich ist eben groß und ich lebe wohl schlicht in einer anderen ökologischen Nische.
Die selbst ernannten Sklaven der Domina, so sie von ihr per Erstüberweisung für würdig befunden werden, sich ihr auszuliefern, ihre Bedürfnisse, und zwar NUR die monetären, zu befriedigen, opfern sich, opfern ihr Geld, opfern teilweise ihre Existenz (die sie wohl für wirklich unwürdig befinden), um der Gelddomina … hm… zu gefallen? Ihr dienen zu dürfen, trifft es eher. Ich bräuchte ne Putzhilfe….. mist, schon wieder abgeschweift.

Erniedrigung durch Emails, Erniedrigung allein durch den Vorgang des Überweisens per Moneybooker oder Paypal (ich mache gleich mal ein Konto, schadet ja nix!), Erniedrigung devoter Männer auf psychischer Ebene im Chat. Und da kommt dann Geld bei raus.
(Mein Gott, was heute im Blog für Werbeanzeigen auftauchen werden, beunruhigt mich jetzt schon)
Sollte ich mir wirklich ein Konto anlegen und einer unmoralischen Variante des Gelderwerbs nachgehen? Vielleicht wäre mein Millionenprojekt erfolgreicher, wenn ich es gleich auf die harte Tour angegangen wäre? Gib mir den Rest deines Ersparten, Du unwürdiger Knilch.
Erniedrigen kann ich auch – sehr gut sogar…. (ganz ernsthaft. Ich übe WIRKLICH gerne Macht aus. Aber eben WIRKLICH nur auf psychischer Ebene. Oder anders: es gibt nur einen Chef in meinem Leben. MICH!). 
Beleidigen? Easy, Du olle Knalltüte. 
Geld ausgeben – kein Ding. 
Menschen "erziehen"? Hauptberuflich sogar. Zuweilen … aber ne, DAS kann ich jetzt wirklich nicht schreiben. 
Apropos „schreiben“: Selbst Emails schreiben kann ich, wahrscheinlich sogar besser als Lady Seraphina, die sich im gestrigen RTL-Beitrag über die „Money Dommes“ doch angesichts einer beruflichen Mail recht augenscheinliche Rechtschreibfehler vor der Kamera erlaubt hat. Die haben ihrer selbst zugeschriebenen „Göttlichkeit“, tthuthätthlich tthum logopädisch behandlungthwürdigen Thprachfehler, doch ein wenig den Glanz genommen.Und im Chat kann ich RICHTIG fies werden, wenn mir Hohlköpfe oder Flachlandfarne begegnen.
Also, los gehts:
DIE WAHRE und EINZIGE GÖTTIN HIER bin ICH, FLITZPIEPE! (das ist die Anrede von Euch, Sklaven – keine Selbstbezeichnung meiner göttlichen Hoheit jetzt, schon klar, ja? Na wenigstens EINE GEHIRNZELLE hat bei Euch heute gearbeitet.)
IHR MICROORGANISMEN MEINES UNIVERSUMS, ÜBERWEIST MIR JETZT DIE KOHLE, DIE ICH ZUM AUSBAU MEINES GÖTTLICHEN IMPERIUMS BENÖTIGE.
MINDESTENS EINEN EURO! JETZT! SOFORT, UNWÜRDIGE!
Nicht schlecht für den Anfang, finde ich. *selbstaufdieschulterklopf*


Irgendwie glaube ich ja immer noch, dass die ganze Sendung ein Fake war.....
Ich probiers nochmal freundlich für alle anderen: könntest du bitte Werbung für mein Blog machen, damit ich bald eine Million bekomme?  

PLING!

Sonntag, 7. August 2011

Mehrwert verpflichtet!

Wenn ich gewusst hätte, WIE käuflich die Welt ist, hätte ich auf diesem billigen Wege echt schon früher angefangen, Taschengeld zu verdienen. 
Leute, Leute, „content“ ist alles. „Content“ makes the world go round, merke ich – und frage mich, warum diejenigen, die andere beauftragen, ihre Blogeinträge zu schreiben, überhaupt ein Blog haben. Wahrscheinlich wieder wegen des Geldes. Was sonst. Vielleicht kann mir dann aber jemand erklären, warum die Geld für „content writer“ ausgeben, statt selbst zu schreiben? Beziehungsweise: wie viel verdienen die um Gotteswillen denn mit ihrem Blog, dass die sich leisten können, jemanden anzuheuern – wie mich – der Blogeinträge schreibt?
Das ist doch mehr als fragwürdig. Oder ich bin einfach nur naiv und kriege jetzt aufs Brot geschmiert, was die Rache dafür ist, dass ich mich dem Thema Web 2.0 gegenüber lang und effizient verweigert habe. Muss gleich mal meinen Mann fragen, dem ich bis dato Gesprächsthemen wie dieses untersagt habe. Mir gegenüber. Zu führen.
Aber nun, jetzt bin ich mittendrin in diesem moralfreien Raum der Billiganbieter von Gedanken und darf mir selbige selbst darüber machen. Hier.

In den letzten Tagen ist mir also angesichts der Text-Schreiberei ein Wort mehrfach aufgefallen, dessen es meiner Ansicht nach einer etwas genaueren Analyse bedarf.
MEHRWERT…
Meist, wenn „man“ als Autor einen Text für andere zu einem bestimmten Thema (ich habe die Eichen dann doch gemacht, ich ….. bin halt doch auch SEHR käuflich - und mir war EXTREM langweilig)….VERB?
- Vamperl’sche Abschweifung -
Junge, ich klinge schon wie ein alter Hase, dabei habe ich gerade mal 15 Texte abgegeben… aber hey, das ist das andere, was ich gelernt habe: Show must go on, pretending is everything!
Also anders:
Wenn man in unserem business des content offers auf Aufträge stößt, die im quality ranking oben stehen, sind das meist die, in denen es um „Mehrwert“ für den Kunden/ Leser geht. Also keine reinen SEO-Texte.
Klingt busy-busy, was?

Nun, da ich mich als Schreiberling, auch das habe ich gelernt, nicht gedanklich zu sehr mit dem Thema befassen soll (weil es dann zu lang dauert und die input-output-relation dann nicht kosteneffizient ist), mache ich es eben jetzt.
-         Ende der Abschweifung –

….. zu schreiben hat, der KEIN offensichtlicher Werbetext sein soll, dann wird, insbesondere bei Blogeinträgen, gerne mal ein MEHRWERT FÜR DEN LESER gefordert.

MEHR-WERT. Was wird da von mir verlangt? Was ist denn ein Mehrwert?
Erst dachte ich, dass es sich darum handelt, dass der Blogbetreiber mehr Wert aus dem ziehen soll, was ich da von mir gebe. Dicke Kohle machen auf meine Kosten, soweit kommt’s noch.
 Soweit kommt’s wirklich.

Aber darum geht’s natürlich NICHT. Es geht darum, dass ich – gelinde gesagt – nicht schwallen soll. Oder klarer: keine Scheibenwurst fabrizieren, sondern ECHTEN Inhalt, der dem Leser was bringt, nach dessen Lektüre er am ende sagt: „Wow, das war was, jetzt habe ich was gelernt, es geht mir besser, ich weiß jetzt, wie ich meine Hämorrhoiden bekämpfe!“ oder „Aufgrund dieses Textes über Eichen ist mir heute erstmalig bewusst geworden, dass wir in Deutschland ein Problem mit dem Waldsterben haben. Das ist aber toll – das Blog ist mir echt mehr wert als alle anderen!“
So ist das wohl mit dem Mehrwert. Und hey – dafür bin ICH (unwesentlich mit-)verantwortlich! Das KANN moralisch doch gar nicht fragwürdig sein. Und für mich isses dann auch noch mehr wert.
Für Euch jetzt? Hm…. Nicht wirklich. Aber in meinem eigenen Blog bin ich ja nicht MEHRWERTVERPFLICHTET – schließlich kriege ich auch kein Geld dafür


Merksatz an mich selbst: wieder mal aggressiveres Marketing betreiben! 
So vielleicht...?!

Freitag, 5. August 2011

Ken Theodor grüßt Onkel Dagobert

So, jetzt fühle ich mich aber endgültig klein, dumm und naiv - warum bin ich nicht früher auf diese völlig irre Quelle des Gelderwerbs gekommen?
Im Netz wimmelt es von Auftragskillern... äh.... (lese zu viele Krimis!) Auftraggebern für Texte.
Das einzige, was mich jetzt beschäftigt: ist es in meiner Welt moralisch vertretbar, solche Texte zu schreiben? Ist es nicht irgendwie Leserbetrug, wenn man über Blumenkübel schreibt (habe die Eiche doch lieber wieder gefällt), obwohl man weder von Blumen noch vom Kübeln Ahnung hat? Ist die online-Recherche ein ernst zu nehmendes Mittel, um diese Ahnung zu erwerben, oder genügt sie nicht und man potenziert zum millionsten Male die ersten Seiten, die je im Netz standen? Eigentlich ist dann das Ganze doch nichts anderes als das, was Ken Theodor zu Guttenberg gemacht hat. Irgendwie bin ich mir da was die Moral in der Geschichte angeht noch nicht ganz sicher. Bei den Texten heute habe ich jedenfalls Bücher zurate gezogen. Aber wie so oft: Ehrlichkeit zahlt sich nicht aus. Man braucht lange. Noch länger braucht man, um Texte basierend auf dem eigenen Erfahrungsschatz zu schreiben. Ein ganzes Leben quasi.
Aber gut, ich will Euch meine neuen Erwerbsmöglichkeiten nicht vorenthalten:
http://www.bloggerjobs.de/ klingt ganz nett
http://www.texterjobboerse.de/ ist ok, aber mhm...
http://www.contentworld.com/pages/ArtList/44 finde ich VÖLLIG abgefahren. Der Supermarkt für Texte. Unfassbar.....
Vielleicht sollte ich mein Gewissen ausschalten - so wie Onkel Dagobert und Ken Theo?! Geh! Wissen!
Ich muss noch viel lernen in und von der Welt!

Donnerstag, 4. August 2011

Suche (vielleicht) Millionär!

Ein bißchen frustig ist es schon derzeit - der Kontostand bewegt sich nicht, das, was ich bei Ebay für meine Milchpumpe erzielt habe, lag deutlich unter dem eigentlichen Wert (nein, die Bundschuhe haben wir dann lieber behalten!) und das Brot ist auch schon wieder fast aufgegessen.
Was die Leserzahlen angeht, war ich wohl zu großmäulig (ist ein bißchen meine Art und ein durchaus abzuändernder Charaktzerzug), denn momentan sind *räusper* offenbar viele Leute ohne Internezugang.
Das Ganze ist insofern etwas problematisch, als ich durch Leni vorige Woche den Hinweis auf textbroker.de bekommen habe, wo ich jetzt doch nicht ganz unwesentlich schreibe. Die Zeit, die da drauf geht, habe ich natürlich hier nicht. Und da, bekanntermaßen und wie gestern nochmals erwähnt, Zeit Geld ist, verbringe ich meine Parallelexistenz gerade damit, einen Text über Wasserspeier zu schreiben, damit wenigstens ETWAS Geld reinkommt. Blöd ist halt, dass das mit dem Millionenprojekt fast nichts mehr zu tun hat, außer, dass es über textbroker.de halt einen Weg gibt, moralisch einwandfrei an Geld zu kommen. Aber da der Tipp ja nicht mal von mir war, sondern von Leni, müsste man eigentlich ihr einen Euro überweisen. Überhaupt, warum hänge ich denn so an Euros? Ich meine, ich sollte auch mit Dollars zufrieden sein, im Zweifelsfall auch mit D-Mark oder gar Ost-Mark (gibt's die noch irgendwo, und wenn ja, kriegt man was dafür?).
Doch nochmal nen Film machen? In echt jetzt, nicht so eine Elefantenmeditation.....
Einfach aufgeben?
Neeee......... also DAS geht nicht.



Möglicherweise wäre es doch einfach gewesen, einen Millionär zu suchen. Hey..... Ideeeeeeheeeeee......ich annonciere einfach in so nem kostenlosen Blatt:

Suche Millionär (besser Milliardär), weil ich gerne eine Million Euro hätte. Schreibe Dir dafür ein Blog oder so!

Oder ganz anders (aber das geht nicht für mich, weil ich ja Familjö habe):  
http://www.reif-trifft-jung.de/ReifeHerrenJungeFrauen/Maenner/millionaer-millionaere-gesucht.html *

Bis ich das eben gegoogelt habe, hilet ich es für einen lustigen Witz. Aber das ist ein ECHTER MArkt *kopfschüttel* - ich bin erstaunt. Vielleicht muss ich dreister werden!
Jetzt schreibe ich mal über die Wasserspeier weiter..... ist zwar mühsamer, aber ich muss mich wenigstens nicht selbst verkaufen....

* Und überhaupt, wieso eigentlich reif? Also ich meine ICH bin reif (auch langsam für die ****, aber lassen wir dieses Thema). Kriege ich dann einen jungen Millionär? Wäre auch nicht sooo schlecht, hält dann länger. Andererseits pullern die vielleicht noch in die Stube und müssen erst erzogen werden. Vielleicht doch lieber  beim Hamster bleiben? Das Leben wirft Fragen auf, ich sags Euch....

Dienstag, 2. August 2011

Kostenpflichtiger Link: Meditationsvideo

So ein sonniger Tag. So viel los. So viel Zeit heute – also haben wir einen Familientag im Zoo gemacht. Das war zunächst mal richtig gut, weil ich berufsbedingt da keinen Eintritt zahlen muss und wir so für den Eintrittspreis von einem Erwachsenen zu fünft im Zoo waren – wow! Mit Familienkarte hätte das DEUTLICH mehr gekostet. Aber ja……, zurück zum Zoo! Eigentlich bin ich bei diesem inneren Selbstaufruf beim Thema: denn nicht mal in den Zoo kann ich seit Beginn dieses bescheuerten wunderbaren Millionenprojektes mehr, ohne an Geld zu denken. So geldgeil kenne ich mich gar nicht. Nun ja, es verändert wohl wirklich den Charakter – oder aber, man lernt Seiten des eigenen Charakters kennen, denen man zuvor nie begegnet ist. Ich mache das alles nur, aus reinen Selbsterfahrungsgründen… mhm….
Zumindest hätte mich vorher nicht interessiert, wie viel wohl ein Eimer Sprotten kostet. Und ob sich mit Seelöwengesang Geld verdienen lässt. Oder wie viel ein Seelöwe kostet.
Kriegen die Affen Bananen aus dem Großhandel oder aus dem Container?
Würden Löwen Whiskotz kaufen? Wie viel kostet es, einen Elefanten einen Tag lang zu ernähren und wie viel Geld kann man verdienen, wenn man seinen Dung verkauft (da war doch mal was….)? Sind Elefanten also, wenn schon nicht klima-, so wenigstens kostenneutral?
Fragen über Fragen, denen ich mich nicht in aller Ausführlichkeit widmen konnte, weil ich mich nebenher mit Tierethik, schreienden Kindern und penetranten Wespen zu beschäftigen hatte. Und all dies führte dann auch noch zu einem äußerst leichtsinnigen, fast schon fahrlässigen Verhalten meinerseits: dem Tod eines Euros. Nicht in der Schlangengrube, nicht im Krokodilbecken (nur aus Tierschutzgründen. Ich war so durch mit den Nerven, dass ich mich wohl auch auf diesem Wege von einem getrennt hätte), nein, HIER habe ich ihn ins Nirvana versenkt ACHTUNG, KOSTENPFLICHTIGER MEDITATIONSLINK, illegales Anschauen wird durch moralische Instanzen verfolgt.
(Hinweis: wer diesen Link jetzt anklickt, sollte sich vorher überlegen, ob er mir nicht direkt davor wiederum einen Euro überweist, denn ansonsten wird sein/ihr schlechtes Gewissen ihn/sie auf Monate heimsuchen und überhaupt werden seine/ihre Socken ab heute nach Roquefort mit Zwiebeln stinken und Dr. House wird sich in jeder Nacht in seinen/ihren Träumen bösartig über die künftigen und nicht vorhandenen Überlebenschancen von Menschen ohne biochemische Impulse im Wo-auch-immer-das-Gewissen-im-Hirn-sitzt-Lappen äußern. JAHA… BÖHÖÖÖÖSE!!!! Ich werde die Klicks mit dem Kontostand vergleichen. Mhm – und dann böse Flüche ausstoßen, wenn da Differenzen in die falsche Richtung auftauchen. Hütet Euch! Äh…  jetzt also der Link…)

was ich aber eigentlich am Anfang erzählen wollte, ehe ich abgeschweift bin (lesenswert: die mythenmetzsche Abschweifung, ich ging beim Meister in die Lehre!) – war gar nicht soooo spannend der Film, ne?:
ich ging mit dem Willen, heute Geld im Zoo zu finden, dorthin, weil ich auch schon an verrückteren Stellen Geld gefunden habe. Die verrückteste Stelle war ein warmes Thermalaußenbecken. Um genauer zu sein: auf dem Boden eines Thermalaußenbeckens lag ein Fünfeuroschein, den ich beim Tauchen vom Innenbecken ins Außenbecken zunächst fälschlicherweise für ein altes Taschentuch gehalten und nur aus reiner Menschenliebe aus dem becken gefischt habe.... 5€schein…
Hätte ich DEN mal als Grundstock für die erste Million genommen, ich hätte wohl sicherlich schon MINDESTENS 20 Cent Zinsen. Stattdessen habe ich ihn für einen halben Salat auf der Rückfahrt nachhause ausgegeben – Tomate-Rucola mit gehobeltem Parmesan und lauwarmen (absichtlich!) Austernpilzen.
Sooo…. Und jetzt zu Euch (schreit nach einer Blogparade beizeiten): 

wo habt ihr denn schon an verrückten Stellen Geld (also kein Geld, bei dem man den Besitzer hätte ausfindig machen können, um es ihm zurück zu geben – schon ECHT gefunden und ganz legal behalten) gefunden? Und was habt ihr damit gemacht – was hättet Ihr eventuell Besseres damit machen können?





Sonntag, 31. Juli 2011

Onkel Dagobert ist schuld!

Ok, jetzt wird mir die ganze Sache unheimlich. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, die kommenden zehn Monate hier rumzujammern (lief gerade so gut, das Jammern), da kam heute Nacht ein neuer Leser dazu. Und Komplimente zu meinem „Stil“ -  allerdings nicht von diesem Leser. Willkommen an dieser Stelle *grüßgott*. Bis dato wusste ich noch gar nicht, dass ich so was habe. Also Stil, nicht Leser (sonst würde ich ja Selbstgespräche führen….. aber wer weiß…. Im Netz ist ja Vieles möglich).
Außerdem ganz viele Besucher – waren es bisher statistische 19-20 pro Tag, waren es allein heute über die Bestmarke gehende 26. Ich bin kurz davor, vor Stolz, Selbstüberzeugung und blanker Freude auszuflippen – auch wenn die Euronenzahl stagniert. Geld wird ohnehin überbewertet! Aber was sehe ich? Da hat doch tatsächlich zweimal jemand „überflüssig“ bei dem „Du musst passieren“- Post angeklickt. Das steht meinem Selbstbeweihräucherungsimpetus jetzt völlig entgegen.
Völlig wurscht, ich ignoriere die Kritik und mache da weiter, wo ich aufgehört hätte, wenn nicht jemand wild um sich geklickt hätte: bei der momentan steigenden Leserzahl.
Das macht mir Angst, auch wenn ich weiß, dass sie nichts zu bedeuten hat und ich nicht größenwahnsinnig werden sollte. Ein guter Leser ist ein wiederkehrender Leser und ein wiederkehrender Leser kommt nur, wenn es Grund zur Wiederkehr gibt. Der Grund kann entweder sein, dass man am nächsten Tag MEHR lesen möchte (geht mehrmals), oder aber, dass man, weil’s so miserabel war, was man las, darauf hofft, dass man am nächsten Tag besseres zum Lesen bekommt.
Die Leserschaft bleibt dann allerdings aus reiner Hoffnung vermutlich keinen dritten Tag bei der Stange.
Das ist im Grunde so wie mit dem Leben: Reinkarnation lohnt sich nicht in allen Fällen. Also: es geht nicht nur darum, die Quote zu halten, es geht um mehr. Es geht um echte Existenz. Bei der Reinkarnation und im Netz. Um es in andere Worte zu fassen: ich möchte keine Blattlaus sein!
Also frage ich mich zum wiederholten male: was interessiert die Leute überhaupt? Ich habe eben das Blogverzeichnis der Bloggerei durchstöbert, um herauszufinden, womit ich punkten kann.
  • Reisen kommen gut an, habe ich festgestellt. Da kann ich mit dienen – leider fehlt mir der bezug zu „Geld“, denn bisher habe ich, bis auf die Tatsache, dass man beim Reisen in der Regel irre viel ausgibt, kaum Verbindungen dazu herstellen können. Kaum jedenfalls zum Sparen, es sei denn, man berücksichtigt das aktuelle Konsumgöttinnenprojekt (überall Projekte…), bei dem man kostenlos auf der Alm, in der Karibik oder auf Mallorca residieren darf. Der kleine Haken ist, dass der Flug selbst gezahlt werden muss, aber hey, gespart ist gespart!
  • Essen kommt gut an. Hatte ich schon zu oft. Schreibe ich mehr darüber, mache ich mich verdächtig – und ich muss ohnehin abnehmen!
  • Einblicke in das Private, Innere, Geheime ziehen „Kundschaft“ – da kann ich nicht mit aufwarten, denn ich will geheim bleiben.
Und außerdem: das sind alles Themen, die zeitlos sind – damit werde ich auch nach Ablauf des Jahres noch Blogs füllen können; denn HIER geht’s ja um die harte Kohle binnen eines Jahres.
Ich habe mir also heute gedacht, dass ich mich mal an den WIRKLICH erfolgreichen Personen im Millionärs- und Milliardärszirkel orientieren sollte und es so machen, wie sie. Die Erkenntnis der Gedankenkette war – nein, nicht ernüchternd, sie war illuminierend, nachgerade beflügelnd transzendent. Denn plötzlich zog vor meinem geistigen Auge die gesamte Wirtschafts- und Erfindungsgeschichte, die Industrialisierung als solche, quasi der Anbeginn des Kapitalismus vorbei. Mir wurde klar, warum ich in einer Welt wie dieser lebe.
Schuld war in diesem Falle Onkel Dagobert. Seinen ersten Kreuzer verdiente er mit Schuheputzen, weswegen ich die Umsetzbarkeit dieser Strategie im Alltag genauer, wie es so schön heißt, „evaluierte“. Mit dem Resultat, dass es mir als berufstätiger Familienfrau absolut unmöglich sein wird, meine Zeit Schuhe putzend auf der Straße zu verbringen. Denn dann, wenn ich Zeit hätte, wird keine/r mehr die Schuhe geputzt haben wollen. Da ist es so dunkel, dass man den Dreck ohnehin nicht mehr sieht. Also, dachte ich mir, muss eine Alternative her. Wenn ICH nicht kann, muss jemand anders was machen. Eine Maschine oder so. Voller Enthusiasmus mir diese Maschine vorstellend ging mir auf, dass es so was schon gibt. Schuhputzautomaten, oder noch schlimmer: Schuhautomaten, für den Fall, dass sie GANZ sauber sein sollen. Wegwerfschuhe. Ich gebe zu, aus meiner Verachtung spricht der blanke Neid. Wieder eine Idee, die jemand anders hatte.

Vielleicht doch Straßenmusik? Das ließe sich hinsichtlich des Zeitfaktors gut so umsetzen, dass ich, im Halbparterre wohnend, die Fenster öffnen könnte, Musik laufen lassen und unterhalb des Fensters ein Schild aufhängen könnte, auf dem steht ein Pfeil nach oben und unter diesem „Geld“.



Geld zum Fenster rein werfen – das ist doch ECHT innovativ. Nicht überzeugt? Dann werft es doch weiterhin zum Fenster raus. Mein stellvertretender Hut:


Freitag, 29. Juli 2011

DU musst passieren....

Je länger das Projekt läuft, umso aufdringlicher wird das Umfeld – warum nur überweisen die nicht einfach einen Euro und gönnen mir mein Dasein? 
Stattdessen werde ich gefragt. Hinterfragt. Skeptisch begutachtet, weil ich einfach so angefangen habe, ein Blog zu schreiben, dessen Besucherzahlen entgegen aller Unkenrufe nicht sinken, sondern steigen. Nungut, das Blog erfüllt nicht den eigentlichen Zweck, mir eine Million zu beschaffen (da freuen sich die Unkenrufer!) – und es ist auch nicht der Hochgenuss literarischen Ausdrucks, aber es macht mir Spaß.
Und dennoch höre ich in den letzten Tagen vermehrt Fragen wie:

Wie bist Du denn auf die bescheuerte Idee gekommen? Und warum MACHST DU das?
Was versprichst du dir davon? Doch nicht ERNSTHAFT eine Million? *kopfschütteln*

Die Fragen sind berechtigt, auch wenn aus Ihnen ein wenig die Angst spricht, ein kleines wenig mehr die Missgunst und vielleicht auch die eigene Mutlosigkeit. Denn die Antwort ist eigentlich nur in einer Gegenfrage zu geben: WARUM DENN NICHT? Was spricht denn DAGEGEN? Ich habe ja nichts zu verlieren. Ich mach halt mal.
Und ich glaube, darin zeigt sich eine generelle Grundhaltung.
Ich lebe nämlich in dem Wissen, dass ich wirklich nichts zu verlieren habe, solange ich fair anderen gegenüber bin. Solange kann ich tun und lassen, was ich will. Mit Betonung auf TUN. Bei allem, was ich ernsthaft mache, überlege ich mir, was das Schlimmste sein kann, was ich als realistisches Resultat zu erwarten habe. Wenn ich mit dem, was ich annehme, gut leben kann, tue ich’s. Wenn es schlimmer wird, wusste ich es nicht und musste mir darüber vorher nicht den Kopf zerbrechen.
Überhaupt habe ich festgestellt, dass es im Leben oft einfacher ist, die Dinge einfach zu TUN, statt sich darüber den Kopf zu zerbrechen, was dabei herauskommen KÖNNTE, wenn man bestimmte Dinge TÄTE. Die Wahrheit ist: egal, was man sich vorher überlegt hat, selten kommt „hinten“ das dabei raus, was man sich so vorgestellt hat.
Und ich habe mir natürlich niemals nicht vorgestellt, dass beim Millionenprojekt eine Million rauskommen könnte *g*

Aber genug gescherzt – hinter der ganzen Flapsigkeit steckt eine große Menge Ernst. Nicht nur beruflich habe ich im Leben häufiger mit Menschen zu tun, die viel reden. Dagegen ist prinzipiell ja nun GAR nichts einzuwenden (es hat schon seine Gründe, warum ich hier schreibe ;-)), aber es wird schwierig, wenn NUR geredet wird. Man kann so sein halbes Leben mit Überlegungen zubringen, die recht energieintensiv sind und letztlich zu nichts führen.
Viele Menschen denken und reden, denken und reden…….. – manche reden auch und denken hinterher; noch schlimmer. Manche reden und denken NIE – katastrophal, insbesondere, wenn solche Leute sich an die Macht reden. Statt einfach mal was zu tun. Mit anzupacken, sich nicht zu „schade“ sein für etwas, vor allem dann nicht, wenn man ohnehin nichts „Besseres“ zu tun hat.

Freundlichsein zum Beispiel. Kann man sehr gut tun. Neulich saß früh morgens ein offensichtlich betrunkener Mann in unserem Hof. Mein verdruckster Nachbar, vor dessen Tür sich der junge Mann offensiv lesend niedergelassen hatte, stand in seiner Tür und schaute. Offenbar hoffte er, dem Typen so Angst einzujagen. Er hat also nur gedacht, nicht mal geredet. Er wurde nicht einmal zur Kenntnis genommen. Dabei ging es dem Biertrinker darum, gesehen zu werden. Ich habe ihn einfach mal gefragt. Und ihm dann sehr freundlich erklärt, dass er total gerne sein Bier trinken und lesen darf, aber eben nicht in unserem Hof. Gerne vor der Einfahrt, wo man ihn sieht, ehe man ihn über den Haufen fährt. Ich war dabei einfach nur NETT, mehr nicht. Ich habe versucht, ihn ernst zu nehmen in seinem Rausch und seinem offensichtlichen Ansinnen, gesehen zu werden. Und ich habe was gemacht. MIT dem Mann geredet.
Es war nicht schwer. 

Darum geht es mir in dem Post hier: Wenn man das tut, was man für richtig hält, voll dazu stehen kann – auch in der Öffentlichkeit – die Dinge einfach angeht, dann passiert etwas. (Jetzt b ei diesem Thema unpassend, aber es ist mal wieder an der Zeit: auch, wenn es um eine Überweisung geht!)

Oder, wie es mein bester Freund Moze zu seinen Lebzeiten sagte, als ich während der Studienzeit einmal völlig verzweifelt war:

„DU MUSST PASSIEREN – SONST PASSIERT NICHTS!“

Donnerstag, 28. Juli 2011

Spartipps

Nungut, niemand will mir tolle Tipps zum Reichwerden geben – bis auf Hannah, die mir gestern ein kleines Büchlein von Uli Stein schenkte, das Sparbuch nämlich. Mit den Worten „Lies das mal, das hilft dir beim Millionenprojekt!“.
Also beginne ich mal, darin zu stöbern: „Auch schlichte Kost kann Freude machen….“ – das stimmt absolut. Seit Wochen brauche ich die Vorräte aus meinem Vorratsschrank auf, weil ich denke, dass es so nicht weitergehen kann. Auf der Waage (ein Wort, das ich aus meinem Wortschatz eigentlich seit Gran Canaria streichen wollte – wer mehr wissen will, nutze die bloginterne Suchfunktion) und im Geldbeutel. Und was macht Hannah? Schenkt mir zum Sparbuch eine Tafel Nobelschokolade Rose-Champagner. Der Tipp ist also modifizierbar: „Auch schlichte Kost kann Freude machen, wenn nichts anderes zur Verfügung steht, das einen im Moment nix kostet.“ 
Überhaupt, dieser Exkurs sei mir gestattet: wenn der Kontostand proportional so schnell anstiege, wie es meine Waage zuweilen tut, wäre ich zufrieden. So habe ich auf der Waage viel zu viel und auf dem Millionenprojektkonto viel zu wenig. Aber gut, das soll nicht Eure Sorge sein. Also das mit der Waage – das andere schon!
Die Verbindung von Essen und Geld passt auch hervorragend zu Steins Tipp Nummer sechs: der Gipseinsatz im Suppenteller, der dafür sorgt, dass weder man selbst sich überfrisst (wobei ich das bei Suppe gar nicht so dramatisch finde), sondern vor allem, dass einem die Familie die Haare nicht vom Kopf futtert. Allerdings ist auch dieser tipp ausbaufähig: am besten, man lädt sich gar keine Familie ein – dann spart man noch mehr. Kann aber dazu führen, dass man nie etwas erbt – ein Kapitel, dem ich ebenfalls gesonderte Aufmerksamkeit widmen sollte. Oder man macht es wie die vielen Containerer – hey…. da schleicht sich wieder ein Gedanke an……, wie man Geld einsparen könnte – die nachts nach Müll in den Supermarkttonnen tauchen. Einen genialen Artikel dazu gab es im Mai in meiner sogleich abonnierten (Luxus, Luxus …..*seufz*) Lieblingszeitschrift 

Aber EIGENTLICH wollte ich ja Leute dazu bringen, mir einen Euro zu geben. Die von Effilee schulden mir jetzt quasi einen *g*. Da ich immer wieder vom Thema abkomme, vergesse ich zuweilen meine eigene Mission: Euronen sammeln.
Also noch mal – ein letzter Tipp von Uli Stein, der ebenfalls PERFEKT in meine aktuellen Lebensumstände passt: statt teurer Haushalts- oder Putzhilfen, das Baby/ Kleinkind am Hausputz beteiligen und dem kleinen Krabbler Bürsten und/ oder Putzlappen an die Knie und Schienbeine binden. Auch die Methode lässt sich noch perfektionieren, wenn man den Familienhund mit einbindet und ihn vor der Putzorgie einmal den Esszimmerboden säubern lässt. Das Leben kann so schön und günstig sein!

Aber irgendwie klappt es trotzdem nicht so recht mit der ersten Million bei mir - mein Kontostand ist seit Tagen unverändert und ich habe mir schon überlegt, ob ich mir doch selbst mal was überweise, damit ich nicht so traurig werde und am Ende das ganze Blog einstelle vor lauter Great Depression.
Ich will ja nichts Unrechtes, ich will nur gerne eine Million Euro haben.
Uli Stein hingegen ist bestimmt reich. Steinreich quasi, auch wenn das Wortspiel an Humor einbüßt, weil ich es nicht erfunden habe. Seine Comics, so steht es im Sparbuch, werden von Millionen (!) von Menschen gelesen. Also ist er unermesslich reich oder wenigstens Millionär. Aber er kann ja schließlich auch was. Ich muss mich drum kümmern, Geld-Nischen zu finden und rauszufinden, was ICH kann. Außer Bundschuhen. Deren Absatz bei Ebay stagniert nämlich gerade--…..

Mittwoch, 27. Juli 2011

Ich habs getan, ich habs getan!

Jetzt bin ich total durchgeknallt und völlig verrückt: ich habe meine League of Honour-Plätze bei Ebay eingestellt. Guckt mal nahach.
* die billigen Plätze
* Business class

Aber keine bösen Kommentare an mich schreiben, ich weiß, dass ich nahe an der Grenze zum Wahnsinn bin. Da steht mein Haus...... direkt an den Sümpfen der Traurigkeit.

EDIT zur Bewertung: was ist denn DARAN jetzt lustig? Das ist ein Schrei der Verzweiflung!

Montag, 25. Juli 2011

Spiegel der Gesellschaft

Man stößt, wie ich am gestrigen Sell-Sex-Tag im Rahmen der Recherche bemerken durfte, auf zunehmend kuriose Wege des Gelderwerbs und schafft sich somit einen kleinen Spiegel der Gesellschaft. „Man“ bin in dem Falle „ich“, die heute mal wieder ein paar Minuten ihres kostbaren Daseins der Informationsbeschaffung zum Thema „Geld verdienen (im Internet“) gewidmet hat, weil ich diese Slip-Geschichte von gestern schon reichlich genial abstrus finde.
Auffällig ist jedenfalls, dass alle Webseiten, die ich gefunden habe, damit werben, ABSOLUT SERIÖS zu sein. Und da frage ich mich doch, warum die das nötig haben, genau DAS so zu betonen. Ich hätte ja gute Lust, mal einen dieser „Wege zum Geld“ zu gehen, mutmaße aber, dass ich am Ende des Weges weder mein Ziel erreicht, noch die bisher erworbenen Euros behalten haben werde.
Aber zum Gesellschaftsspiegel:  Nachdem Leute bei Ebay bereits Seelen, gammelige Käsebrote und Papstautos verkauft haben, bleibt mir ja nun nicht mehr viel übrig. Es sei denn……
Äh, ich behalte den Gedanken noch eine Weile – da würde dann nämlich Gewerbesteuer und Umsatzsteuer fällig, schätze ich….hm….eigentlich nicht doof. Soll ich? Soll ich’s tun?
Würde ja zum Thema passen: Spiegel der Gesellschaft.
Ach nee, vielleicht morgen. Ich schlaf noch ne Nacht drüber – da es ohnehin maximal 25 Leser hier gibt (basale Mathematik), kommen nicht allzu viele weitere Ideendiebstähle infrage. Außerdem traue ich meinen Lesern gar nicht zu, dass sie Ideendiebe sind.
Ich schweife ab. „Spiegel der Gesellschaft“. Da gibt es beispielsweise die Kapitalisierung des Couchsurfens bei http://www.wimdu.de. Dort kann man seine Privatsphäre mit Trägern fremder Keime und Gerüche teilen und ihnen ein paar eigene Bazillen mit auf den Weg geben. Unfreundlich ausgedrückt. Positiv betrachtet kann man Fremden seinen Heimatort zeigen und weltweite Freundschaften schließen. UND nebenbei Geld verdienen. Trotzdem nix für mich, ich putze nicht sooooo gerne. Apropos „putzen“: Selbstverständlich kann man auch damit Geld verdienen – anknüpfend an das Motto des gestrigen Tages fand ich aber mal wieder eine kleine AbBesonderheit für die ganz wagemutigen Putzteufelchen und Meister Proppers: http://www.nacktputzen24.de - der Name ist Programm! (Keine Angst, erst wenn man auf die Weiterleitungen klickt, sieht man das gesamte Ausmaß des menschlichen Abgrundes).
Hachja, da freue ich mich doch wieder, so was von simpel zu sein.
Aber doch ganz kurz zum Abschluss meiner kleinen Sozialanalyse (doof nur, dass ich hier immer nix für mich finde) was für die zwei Sportsfreunde unter meiner geschätzten Leserschaft: Radwege dokumentieren. http://www.fahrradwege.de/ger/Service/Bewerbung-als-Fahrrad-Scout. Warum nicht – wenn man ohnehin die Kosten für den Bus sparen möchte oder das Herzinfarktrisiko für das geplagte Stressherz durch die sonntägliche Radtour (selbstverständlich MIT Familie!) senken will?! Jetzt werde ich böse…. Und alles nur, weil ich noch nicht mal zehn Prozent der Million habe. Jawollja. Zeit, für heute Schluss zu machen!
Naja, stelle ich jetzt erst mal meine alte Milchpumpe und ein Paar Bundschuhe für Babys bei Ebay ein. Nachdem heute jemand das Stillbuch bei Amazon gekauft hat, können wir diesen Teil der Sammlung mal langsam schließen. Dann passiert wenigstens mal wieder was :-) (==> Vamponelli!)


Zum Schluss noch eines meiner Lieblings-Vexierbilder (sollte mal was zum Thema "Wahrnehmung" schreiben!:

Samstag, 23. Juli 2011

Fühl Dich!

Für heute hatte ich mir vorgenommen, Gefühle bei meinen Lesern anzusprechen, um sie dazu zu bewegen, sich mir zuliebe von einem Euro zu trennen. Man bekommt in der Werbebranche ja immer wieder den Ratschlag, dieses zu tun, um Produkte effektiver zu vermarkten (erinnere ich mich an meine Examensprüfung mit dem Schwerpunkt „Werbesprache“!): das Gefühl, geweckt durch entsprechende Wortwahl oder Bilder, soll also eine Art Motivationsschub hervorrufen, der dazu führt, dass eine Handlung vollzogen wird.

HIER: 
Wort/ Bild ==>Gefühl (Näheres folgt unten) ==>Leser hat Motivationsschub ==> überweist Euro!

Das alles ganz abgesehen davon, dass ich kleiner Schlaufuchs mir ein zeitlich OPTIMALES „product placement“ ausgesucht habe, denn das Wochenende eignet sich hervorragen für Gefühle aller Art, weil ganz viele „wichtige“ Dinge, die einen an Werktagen von Gefühlen abhalten, am Wochenende inexistent werden. Arbeit zum Beispiel. Parkplatzsuche (ruft gelegentlich heftige Gefühle hervor). Einkaufen, Windeln wechseln (macht man man dann dank anwesenden Partners nur halb so oft), Eintopf kochen (belegte Brötchen tuns auch), und alles, was mit meinem Beruf zu tun hat. Das einzige, was DA nämlich raus kommt, ist erst Mal Stress. Braucht kein Mensch. Also zurück zu den Gefühlen:
Das etwas Hinderliche an meinem Vorhaben ist nun, dass ich mir erst mal klar machen muss, WELCHE Gefühle ich meine, wenn ich mal wieder so klug daher schreibe.
„Gefühle ansprechen“ schrieb sich so leicht. „Gefühle ansprechen, um die Menschen dazu zu bewegen, mir eine Euro zu schenken“. Hahaha……  da gibt es schon Probleme, die sich nicht auf den ersten Blick erkennen lassen:
Hat ja erst mal nicht unbedingt jede/r welche, die man ansprechen könnte.
Wenn ja, sind sie womöglich geschlechtsspezifisch divergierend und im dümmsten Falle bringen sie mir gar nichts, weil ich aus Versehen das Gefühl „Wut“ anspreche. Oder „Angst“.
Das soll so natürlich nicht sein, denn ich bin fest überzeugt davon, dass mir niemand, der vor mir Angst hat, einen Euro schenkt. Außer eben aus Angst – und dann wäre es quasi Erpressung und verboten.
Außerdem habe ich eben über Gefühle etwas gelesen, das mich nachdenklich stimmt, denn anscheinend gibt es Menschen, die ihre Gefühle abtöten wollen: „[…] stellte ich mich eine Stunde lang barfuß in den Garten, um meine Gefühle abzutöten. Das einzige Gefühl, das ich abtötete, war das in meinen Füßen. Es lag Schnee.“*
 Warum soll ich sie denn dann erst wecken???? Achja, wegen des Euros. Also erst Euro, dann Gefühle abtöten, Leute, mitdenken!
Also erst mal Gefühle sammeln:

  • Trauer
  • Wut
  • Freude
  • Mitleid
  • Angst
  • Glück
  • Freude
  • Lust
  • Geborgenheit
  • Liebe
Bleiben also grob gesagt die positiven Gefühle, derer erstes da wäre: Liebe (Leute, schnüffelt an Eurem Partner à Oxytocin), dicht gefolgt von der Lust (siehe erstes), Freude (MITFreude an meiner ersten Million vielleicht?), Glücksgefühl, Geborgenheit. Ich könnte Geborgenheit wecken.
Ich glaube zwar jetzt nicht daran, aber ich versuchs einfach mal und teile dann in einer Woche den Kontostand mit:

DAS IST GEBORGENHEIT!


Ich sehe, es GIBT eigentlich kein Gefühl, das sich für mich effektiv mit Geld verbinden lässt (außer Mitleid und das benötige ich nicht, weil ich das Geld im engeren Sinne ja auch nicht benötige).
HALLO, Ihr Werbefachleute, nehmt das mal zur Kenntnis, Eure Ratschläge gehen nicht immer so leicht!

.... ich glaube ich versuche es für morgen mal besser mit dem Wahlspruch „Sex sells“ (obschon offenbar Studien ergeben haben, dass in unserer over-sexualized world nackte Brüste und Sixpacks überhaupt nicht mehr zum Erfolg führen. Ein Kollege erzählte mir gar, dass in einer Großstadt in der Nähe des europäischen Kontinentes mittlerweile Frauen in Burkinis als Model dienen…..vielleicht mal so probieren?!)

Quelle: http://xicoriasexicoracoes.files.wordpress.com/2008/03/burkini230607mos-468x810.jpg



* Stamm, Peter (1998): AGNES, S. 119. Ein übrigens absolut lesenswerter Roman (Länge einer Erzählung, passt perfekt in eine Zeitstunde), Rezension spare ich mir, nenne dafür aber diese: http://www.die-leselust.de/buch/stamm_peter_agnes.htm